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Sexualität ist nicht nur ein verbindendes Element in
Partnerschaften, sondern häufig auch ein konfliktträchtiges
oder gar trennendes. Nur selten passen die sexuellen Wünsche,
Vorlieben, Eigenheiten oder Verhaltensweisen beider Partner
über Jahre hinweg wirklich gut zusammen. Manchmal jedoch
liegen die Interessen mehr oder weniger weit auseinander:
Er hat keine Lust auf Sex, sie mag
seine Lieblingsstellung nicht, er leidet unter ihrer Lustlosigkeit
oder sie unter seinen ausgeprägten sexuellen Aktivitäten
(oder andersrum...), die Lust ist bei beiden völlig verschwunden
oder
beide wünschen sich sexuelle Abwechslung mit anderen
Partnern/Partnerinnen, seit der Geburt der Kinder läuft
sexuell nichts mehr, oder eine Störung der Orgasmusfähigkeit
führt immer wieder zu Enttäuschungen oder Schuldzuweisungen
usw..
Sexualität ist häufig das Feld, auf dem auch ganz
allgemeine und nicht-sexuelle Konflikte in Partnerschaften
ausgetragen werden.
Nicht immer bewusst. Aber wenn wir uns vergewissern, dass
eine glückliche Sexualität ein sehr anfälliges
emotionales Pflänzchen ist, wird deutlich,
warum sich an der und durch die Sexualität immer wieder
Partnerschaftskonflikte entzünden oder solche Konflikte
über die partnerschaftliche Sexualität ausgetragen
werden.
Häufig gelingt es beiden Partnern zusammen, diese Konflikte
zu bereinigen, in manchen Fällen aber ist professionelle
Beratung und Hilfe angesagt. Sie kann wesentlich zur Entlastung
der Situation beitragen und hilft bei der Entwicklung von
Lösungen, die auch langfristig die Partnerschaft stabilisieren
können. Manchmal helfen
sie auch, unvermeidliche Trennungen zu bewältigen.
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